•  
  •  
WAS SO ALLES PASSIERTE IM JAHR 2021 ...

image-10969973-IMG_E9052-d3d94.w640.JPG

CHÂTEAU MARGAUX & BURGUNDER PFANNE 

Besuch von Jürg Richter. Er versteht sich mit Münzen und mit Wein. Und deshalb hat er diese innigen Vorlieben zum erfolgreichen Geschäftsmodul gemacht. 

Wir hatten was zu besprechen. Wegen der Weinbörse. Jürg hat dieses Jahr den Lead von diesem beliebten Auktionshaus übernommen. Ich halte mich in Zukunft da etwas zurück. Ausser hinter den Kulissen. Oder wenn ich an den Life-Versteigerungen den Hammer in der linken Hand halte. 

Und weil Besprechungen nicht ewig dauern können, kam um die Mittagszeit die Frage auf, ob nicht allenfalls ein Champagner oder ein Weisswein eine gute Idee wäre. Dies – um die Zeit zwischen Ende der Sitzung und Beginn des Mittagessens wesentlich angenehmer zu überbrücken. Die Wahl fiel auf einen Chardonnay aus der Steiermark.  

Dieser fror nämlich schon längere Zeit in unserem grossen Weinkühlschrank und wir mussten ihn einfach vor dieser Kälte erlösen. 
Es war eine gute Wahl! Der 2018 Chardonnay Alte Reben von Erwin Sabathi aus Leutschach zeigt auf, dass das «weisse Burgund» in letzter Zeit wieder ein paar spannende Schritte näher an die Steiermark heranwagte. 

Die allerbesten Chardonnays aus dieser südlichen Austria-Region sind weniger gelb wie früher und haben das «milchige» in der Nase sukzessive abschütteln können. 

Diese «Alten Reben» sind präzise, direkt, intensiv und schlichtweg grossartig. Zusammengefasst; ein burgundischer Chardonnay, der seine Herkunft trotzdem nicht leugnet und trotzdem Weltklasse reflektiert. Spass und Grösse zugleich! (19/20). 

BURGUNDER GESCHNETZELTES

Dieses fantastische Gericht gehört zu meinen Favoriten aus Karins Küche. Geschnetzeltes Rindfleisch, Zwiebeln, Silberzwiebeln, Speck, Champignons, Demi-Glace und Sauerrahm. So in etwa das Rezept. 

Zubereitet wurde dieses Gericht am Vorabend. Karin fragte nach rotem Kochwein. Natürlich könnte man das Originalrezept möglicherweise mit einem Chambertin ablöschen. Doch den trinke ich lieber separat. Im Keller hatte ich noch Resten von der letzten Tessiner-Merlot-Probe. Passte perfekt.  


Zur nachfolgenden Notiz vom Château Margaux 1928 gibt es noch eine alte Geschichte. Wir waren bei Rita und Lucien nach Ste. Maxime eingeladen. Als ich den die Koffer im Flughafen Nizza vom Rollband nahm, zog er eine nasse, rote Schlaufe auf dem Boden. Mein halbes Fläschchen im Innern war zerbrochen. Alle Wäsche mit tiefroter Farbe beeinträchtigt. Glücklicherweise durfte Karin die Waschmaschine benutzen.

Und ich fing einen ZS* ein.                     *Zusammenschiss.                     

1928 Château Margaux: Jürg Richter brachte ein halbes Fläschchen zum Lunch nach Eschenbach mit. Geniale Farbe. Immer noch dunkel, mit wenig Reifetönen. Die Nase trocken, barock, in die Tiefe gehend, Rauch und getrocknetes Rosenholz. Die Süsse dokumentiert eine Mischung aus Ratafia und Baumnusslikör. Im zweiten Ansatz vermischen sich Kräutertöne mit dem stetig an Intensität zulegenden Nasenbild. Im Gaumen gibt er sich von immer noch fester Statur, maskulin und deutlich die massiven Gerbstoffe vom Jahrgang 1928 dokumentierend. Auch wenn diese mittlerweile etwas angerundet sind. Ein schier noch brachialer Margaux mit mehr Kraft wie Saft. Vermittelt auch die These, dass halbe Flaschen nicht zwingend schneller reifen als normale Flaschen. Als ich am Schluss am leeren Glas schnupperte duftete es nach kaltem Arabica-Kaffee, Lorbeer, Madras-Curry und Dörrfeigen. 19/20 austrinken

Plötzlich stand eine halbe Flasche vom Château Ricaud auf dem Tisch. Diesen Haut-Loupiac (diese Bezeichnung gibt es heute nicht mehr) kenne ich gut. Vor ein paar Jahren nahm ich aus meinem Keller eine Flasche 1937 und 1945 mit und wir tranken diese mit ein paar Freunden auf dem Weingut in Bordeaux. 
Der 1937er Ricaud ist ein reifer, mildsüsser Nektar mit einem Duft von Mandellikör, Orangenlikör und frischen Aprikosen. Botryris zeigt er keine an, dies machte aber das Bouquet allenfalls gar noch cremiger und komplexer. Im Gaumen weich, saftig, angenehm süss und wunderschön balanciert. Gibt solide 18-Punkte her im Glas.

Wie der Château Margaux 1985 schmeckte? www.bxtotal.com weiss es ...



**************************************************************************************************************************************************************************


PROFILBILD GEWECHSELT?

Der erste Teil vom Namen «Facebook» kommt von Gesicht. Einem Account kann man mit einem guten Profilbild eine markante Note verleihen. Neuerdings hat sich leider die Mode etabliert, dass man eigentlich gar keine persönlichen, lustigen oder informativen Posts mehr für seine Freunde macht, sondern nur noch – in regelmässigen Abständen – sein eigenes Profilbild erneuert.

Machart: Schnelles Selfie – klick – und online.

Mich nervt diese Taktik. Es gibt Schöneres im Leben als sein Ebenbild im Spiegel oder im Facebook zu sehen. Wenn nur Egoismus dahinterstecken würde, dann hätte ich noch ein gewisses Verständnis. Doch nicht selten vermittelt diese Eigenschaft eine Affinität zur eitlen Selbstdarstellung. Oder zu Narzissmus. Hang zu einem Borderlinesyndrom. Möglicherweise auch zu einer beginnenden oder bereits fortgeschrittenen Profilierungsneurose.

Die Publikation solcher Profilbildtiraden ist weniger angesagt wie ein möglicher Gang zum beratenden und helfenden Therapeuten.
Diese Spezies erkennt man auch daran, dass diese beim Selfie nicht in die Kamera schauen, sondern auf den Handy-Bildschirm. Dies, weil sie sehen wollen, wie sie grad so im Moment «rüberkommen».    
 
Was man in dieser Sache auch unbedingt wissen muss: Auf alten Fotos sieht man immer besser aus!

****************************************************************************************************************************************************************************

image-10956548-IMG_E9005-c20ad.w640.JPG

POMEROL: SCHÖPPLI & JAHRGANG 2004
 
Das ist eine kleinere Geschichte innerhalb einer ganz grossen Geschichte. Denn – momentan schreibe ich grad an einer ziemlich grossen Pomerol-Story für mein Webportal bxtotal.com. Die wird mich wohl den ganzen Januar beanspruchen. Und wie das so ich mit «grossen Geschichten» ist; auch diese bestehen aus mehreren Einzel-teilen. Ein ebensolches, unvergessliches «Weinteil» ist dieser Bericht von einem männerlastigen Freitagabend, mitten in dieser leidigen Pandemie-Zeit.    

SCHÖPPLI = HALBE FLASCHE

Je älter man wird, desto mehr sollte man sich überlegen, ein paar halbe Flaschen für den späteren Genuss zu erwerben. Das habe ich in letzter Zeit leider vernachlässigt.
Da meine Karin tendenziell «weissweinlastig» ist und ich lieber Rotweine trinke, wird eine Flasche Rotwein am Abend immer mehr grenzwertiger. Meist trinkt sie dann zum Essen ein Glas von mir. Dann geht’s wieder auf!
Sonst habe ich angefangen, «meinen Rotwein» schon am späteren Nachmittag zu entkorken und ihn über mehrere Stunden zu begleiten. Das verlängert den Genuss. Was übrigbleibt  kommt recht früh in den Kühlschrank. Einfach Stoppel drauf und am anderen Tag wieder rechtzeitig temperieren. Ich bin absolut kein Fan von «Abpumpen» oder «Vergasen».

P.S. Die abgebildeten «Schöppli» waren alle noch gut zu trinken. Mehr aber dann doch nicht.

POMEROL JAHRGANG 2004

2004 ist ein klassisches Weinjahr. Bei mir heisst das so viel, dass alle Bordeaux’ – egal ob vom linken oder vom rechten Ufer – so herrlich nach Bordeaux schmecken. Sie reifen recht langsam.

Im Markt ist die preisliche Performance nicht gerade «hektisch». So kann man noch recht viele dieser, tollen Weine zu fairen Preisen nachkaufen. Allerdings werden sich da leider nur ganz wenige Crus für eine etwaige
Auktions-Karriere eignen.

Die vier Pomerols om Jahrgang servierte ich blind. Ich wollte aber die Gäste nicht unbedingt rätseln lassen, sondern eher beobachten, wie diese auf den ums Mehrfache teurere Pétrus reagierten. Und wenn man unangemeldet diese legendäre Ikone serviert ist Verblüffung garantiert!   


2004 Château La Conseillante: Dunkles Purpur mit lila Schimmer. Dunkelbeeriges Bouquet, Brombeeren, Maulbeeren, Cassis, schwarze Schokolade und Lakritze. Strahlt eine verführerische, sanft milchige Süsse aus. Von sanftem Druck und elegant ausladend. Hoch aromatischer Gaumen, vermittelt eine kühle, aber doch reife Fruchtnote, fleischiges Extrakt, im Finale wieder eher Cassis, vermischt mit herrlichem Kokoston. Ein nobler und gleichzeitig kräftiger La Conseillante mit langsamer Reifeentwicklung. Er hat sich gegenüber früheren, eher knappen Eindrücken gemausert und ist jetzt auf dem erwartetem Strategie-Kurs. 18/20 trinken

P.S. Dieser Wein gefiehl Daniel Milli (Bild) besonders gut.


SCHON LANGE AUF DER WISH-LIST

Thomas Schmid hegte schon lange den Wunsch einmal in seinem Leben einen Château Pétrus trinken zu dürfen. Dieses Vorhaben stand weit oben auf seiner To-Do-Liste. Ich servierte die Weine blind, um seine Emotionen zu prüfen. Übung gelungen!

2004 Château Pétrus: Sattes Purpur. Gegen aussen zeigt er eine minimen Reifeschimmer. Innen wirkt er fast noch Rubin-Granat. Ich habe bewusst zuerst den La Conseillante, dann den Clinet und dann den Hosanna verkostet, damit ich eine mögliche Steigerung wahrnehmen konnte. Und diese traf dann auch effektiv ein. Das Bouquet ist komplex, die Schichten legen sich nach und nach frei. Er wirkt frisch, verspielt, zeigt kandierte Früchte, helle Schokolade und eine sublime Fülle. Diese legt mit der Luft langsam, aber doch stetig zu. Man nimmt dunkles Malz wahr, dunkles Caramel, dann Nougat. Dieses Nougat deutet an, dass er an Süsse zulegt. Im Gaumen schwankt er im satten Extrakt zwischen roten und blauen Beeren. Auch hier wirkt er immer noch frisch und zeigt seine Jugendlichkeit an. Er ist präzise und viel fordernder als seine drei Konkurrenten in dieser 2004er-Pomerol-Serie. Irgendwann wird er all diesen Weinen irgendwann locker überlegen sein. Momentan muss man noch «im Kaffeesatz» lesen, um ihn voll loben zu können. 19/20 warten

Auf www.bxtotal.com findet man den grossen PDF-Bericht.

RUSTIKALES MENU MIT FINESSEN

Wein braucht Speisenbegleitung. Wenn Männer am Tisch sitzen, darf es schon mal deftiger sein. So sah das Menu an unserem Pomerol-Abend aus. Sülze mit Gänseleber, (Foto links) Trüffelsalami und Trüffelperlen. Unten: Wagyu-Pot-au-feu / Lammragout «Marokko» / Kartoffeltätschli und geschmorte Kalbsbäggli.




***************************************************************************************************************************************************************************

image-10954640-unbenannte-fotosession-1300031_(2)-c51ce.jpg?1610704032942

TESSINER MERLOT IM JANUAR SCHNEE

Wer an das Tessin denkt, der denkt schnell an lauschig-warme Sommernächte … Ein Granittisch im Freien. An einen Osso Bucco mit Risotto auf dem Teller und an einen dunklen Merlot im Glas. Nicht im legendären Boccalino. Das war vorgestern. Heute ist es ein richtiges Weinglas. Bei uns war es logischerweise ein Gabriel-Glas. Auch mit Tessiner Merlot. Aber mit Schnee. Viel Schnee. Und auch mit viel Merlot …

Für die Deutschschweizer gibt es praktisch keine Affinität zum Tessiner Winter. Dorthin geht man eigentlich nur, wenn es dort warm ist. Tessin ist der Lieferant für viel Sonne, vermischt mit ein Bisschen «Italianita». 

Aber auch dort herrscht manchmal der Winter. Und der Schnee kann auch durchaus die Reben zudecken. Das ist gut. Denn – Schnee beschützt vor Forstschäden. Das Titelbild (oben) habe ich übrigens auf der Webseite von der Cantina Barbengo geklaut. 

In Eschenbach war es der erste richtige Schnee im Neuen Jahr. An diesem Donnerstagmorgen Mitte Januar 2021 regnete es zwar noch. Aber ab 11 Uhr bekam Frau Holle Oberhand über die Wetterlage. Als unsere Gruppe von unserer traditionellen Weinwanderung vom Dorf ins Moos losmarschierte, lagen bereits gute zehn Zentimeter Pulverschnee über dem Boden.  

Das war die Woche vor den verschärften Corona-Bestimmungen. Also lag unsere weinige Sechsergruppe im legalen Bereich. 
Guido und Bärti heizten am Nachmittag die Mooshütte ein. Bevor die anderen Teilnehmer anrauschten, bereitete ich noch einen frischen «Härdöpfustock» (Kartoffelstock) vor. Das Fleisch für die Hauptspeise (geschmorte Bäggli) wurde verdankenswerter Weise vom Old-Swiss-House-Wirt Philippe Buholzer gesponsort. Am Tag zuvor erwarb ich beim örtlichen Weinhändler noch eine selbst importierte Barbera-Salami. André Kunz ging auf den Markt und kaufte spezielles Brot und reifen Käse. 

Vor dem Wandern prüfte und degustierte die kleine Gruppe der Schreiberlinge die zur Verfügung gestellte, reife Merlot-Batterie. 
Da waren auch ein paar Risikoflaschen dabei. Zusammengefasst war aber «alles gut». Auch einfache, eigentlich als überreif vermutete Weine überraschten. Was auch gut nachvollziehbar ist; die Eigencharakteristik der Jahrgänge, der Regionen und die Handschrift der Produzenten. 

Tessiner Merlot bietet frühen und recht langen Genuss. Er liefert oft weit mehr, als er fordert. Dies zuweilen auf sehr hohem Niveau.     

AUSTRALIEN STATT TESSIN

Eric und Fabienne Klausener prägten mehr als drei Jahrzehnte lang die Tessiner Weinszene.

Eigentlich war es vorgesehen, dass Sohn Silvain von Australien in die Schweiz zurück kehren sollte, um den elterlichen Betrieb in Purasca zu übernehmen. 

Doch Sohn Silvain zog es leider zurück nach Australien. So beendeten die Klauseners ihre Winzerkarriere mit dem Wein «Grand Finale 2017» und verkauften die Rebberge. 



Im Frühling 2016 organsierte ich im Bären in Birmensdorf an einem Frühlings-Sonntag einen grossen Klausener-Lunch. Den grossen Bericht findet man auf bxtotal.com 

1988 Merlot Gran Riserva, Klausener Purasca: Deutlich aufhellendes Weinrot, transparenter Rand, wenig Reifetöne. Intensives, leicht erdiges Bouquet, grüne Nussschalen, Kräuter, Ratafia, Teer und eine gewisse Tiefe anzeigend. Nasal immer noch beeindruckend. Im Gaumen fleischig, gerbig und somit charaktervoll. Zeigt immer noch restliche Gerbstoffe und könnte – mit Dekantieren – sogar noch etwas zulegen. Toll gereifter Gran Riserva. 18/20 austrinken

FOKUS AUF DAS CASTELLO 

Grosse Rochade. Die Zanini Weingüter werden neu durch Coop produziert und vertrieben.

Der Zanini Sohn – ebenfalls Luigi – konzentriert sich neu voll auf das Castello Luigi, welches in vollständigem Familienbesitz blieb.  

1997 Castello Luigi, Besazio: Noch dunkles Granatrot, feiner, ziegelroter Rand. Gereiftes, dezent erdiges Bouquet dominikanischer Tabak, Korinthen, Teer und Lakritze. Im Gaumen stoffig, wirkt etwas trocken vom Extrakt her und rauht somit etwas auf. Gegen das Finale wird er immer attraktiver und zeigt eine wunderschöne Red-Currantnote und Preiselbeeren im Finale. Noch gut erhalten, jedoch am Genusszenit. 18/20 austrinken

1998 Castello Luigi, Besazio: Die Farbe wirkt um Nuancen heller als der 97er. Rubinrote Reflexe und gegen aussen dem Alter entsprechende Reifetöne. Traumhaftes, beeriges Bouquet; Holunder, Cassis und Waldhimbeeren. Es sind noch erstaunlich intensive Fruchtpräsenz da. Im zweiten Ansatz helle Brutkruste. Saftiger, eleganter Gaumen, schmeichelnde Tannine, wunderschön balanciert und intensiv nachklingend. Ein genialer, grosser Castello Luigi welcher aufzeigt, dass er zu Sonderklasse gehört und auch anspruchsvoll reifen kann. 19/20 trinken

Der grosse Tessiner-Merlot-Bericht: www.bxtotal.com 

**************************************************************************************************************************************************************************

image-10939991-Banner-9bf31.jpg?1610037523865

PUBLIZIERTE VERKOSTUNGEN IM JAHR 2020!

In diesem Jahr habe ich 56 PDF-Artikel mit insgesamt  244 Seiten Weingeschichten, Weininfos, Verkostungsnotizen und Bewertungen auf www.bxtotal.com publiziert.

DEZEMBER-MISSION IN ESCHENBACH! Speck, Salami, Ochsenschwanzsuppe, Schweinekotelette und Käse von Maitre Anthony. Und; 15 Jahrgänge Château La Mission Haut-Brion von 1966 bis 2004 ...

ÖNOLOGISCHER AUFTRAGSMORD IN ZÜRICH! 1982 Mouton, 1983 Margaux, 1989 Haut-Brion, 1990 Montrose, 1982 Latour, 1961 Latour, 2000 Lafleur & 2000 Cheval Blanc. Ein Lunch der Superlative ...

NAPA & BORDEAUX, JAHRGANG 1990! Ein wunderschöner, gereifter Jahrgang auf beiden Seiten. Ein ausgeglichenes Genusstreffen mit ganz bekannten Cabernets und Bordeaux Crus. Gewonnen haben beide Regionen ...

1998ER BORDEAUX IM TESSIN!
Ein Weinlunch der Superlative im Ristorante Ciani in Lugano. Pétrus als Tagessieger - mit ganz starker Konkurrenz. Mit am Tisch beide Zaninis ...

ZITTERPARTIE UM MAGNUMFLASCHEN!
Sechzehn tolle Magnumflaschen auf dem Sempacherof-Genusstisch. Honivogl, Saint-Julien, Latour, Pingus, Grange, Marthas, Saturio ...

CHÂTEAU COS D'ESTOURNEL IM RESTAURANT REUSSBAD!
Zwölf Jahrgänge von diesem Türmchen-Saint-Estèphe fast in der Reihe 1990 und 2000 bis 2010. Offeriert von Jörg Studach ...

DURCHZOGENE KALIFORNIENPARADE! Heitz, Spottwoode, Abreu, Harlan, Grace Family & Co. Ein bunter Abend mit Bestätigungen und Enttäuschungen. Un einem ganz alten Sauternes ...

CHATEAUNEUF UND GABRIEL BOEUF!
Rayas, Beaucastel, Cuvée Céléstines, Da Capo. Ein ganzer Reigen der besten Weinen aus Châteauneuf von ganz grossen, reifen Jahrgängen ...

EINMALIGE VERTIKALE CHÂTEAU LAFLEUR! Er ist der heimliche Star unter den Pomerols. Leider rar und teuer. Ausser jeder Freund bringt eine Flasche mit. Plus d'Yquem 1928, 1929. Plus uralte Ports  ...

IRTO, SCALA & BALIN - DAS TOP TRIO DER CANTINA BARBENGO! Die neuesten Jahrgänge von Anna Barbara Kopp von der Crone und Paolo Visini sind im Handel. Wir haben diese getestet und auch eine ganz besondere Magnum ...

RUND HUNDERT JAHRE ALTE SAUTERNES! Jürg Richter öffnete 24 Weine aus Sauternes in der Bandbreite von 1899 bis 1921. Wenig Ausfälle und viele Überraschungen ...

HONIVOGL AUS DER WACHAU UND HOSANNA AUS POMEROL! Ein genüsslicher Sonntag mit guten Freunden und sechs tollen Weinen. Das Fünfgang-Menu wies ein paar spannende Trüffelakzente auf ...

TRINKT MAN DIE BESTEN WALLISER WEINE ZU JUNG? Jung trinken oder reifen lassen? Es ist eine Frage des Geschmacks. Aber, das Potential wird eindeutig unterschätzt. Wie der Bericht von André Kunz beweist ...

JUBILÄUMS-EVENT: ZEHN JAHRE GABRIEL-GLAS! Rund 70 Gäste, Wachauer Smaragde, rote Bordeauxweine. Alle 10 Jahre alt. Genau so wie das Gabriel Glas ...

ALLE BORDEAUX-PREMIER-GRAND-CRUS AN EINEM ABEND! Anstatt einer Bordeauxreise traf sich die Gruppe im Gabriel Keller zu einem ganz besonderen Stelldichein ...

DER BURGENLÄNDISCHE PRAITENBRUNN TRITT GEGEN SASSICAIA UND ORNELLAIA AN! Und schneidet dabei ganz gut ab. Die Geschichte einer Sonntagsprobe in Andau mit Erich Scheiblhofer ...

CHATEAU L'EGLISE-CLINET VON 1982 BIS 2018!
Im Gedenken an den verstobenen Weingutsbesitzer Denis Durantou. Ein erinnerungswürdiger Sonntagmittag im Balm Meggen ...

MOUTON-MOOS-MONTAG!
Neun Jahrgänge Mouton; 1959, 1961, 1982, 1986, 1988, 1990, 2000, 2005 und 2008. Eine Weinprobe, welche keinen Rappen kostet. Wie das geht?

ZWEITWEINE MIT DURCHZOGENER BILANZ! Was sind die Kriterien für einen Deuxième Vins und wie enstehen diese im Rebberg und im Keller? Sieger war der 1996 Les Forts de Latour ...

BORDEAUX 1950 & HIRTZBERGER 1950! Eine verspätete Geburtstagsfeier mit Bordeauxweinen vom Jahrgang 1950 bei Franz Hirtzberger in der Wachau. Ducru war der beste ...

GROSSE WEINE VON LACULES!
Der griechische Wein wird mehr besungen wie gelobt! Hier finden Sie die wunderbare Geschichte eines jungen Weingutes mit Zukunftspotential ...

BORDEAUX 1920 - VOR 100 JAHREN! Ein Rückblick auf das Weltgeschehen und auf die Bordeaux-Weine vom Jahrgang 1920. Mit dem Château Lafauriey-Peyraguey im Glas ...

2012 BORDEAUX UND PIRATEN! Zwanzig Weine auf dem Prüfstand. 16 Bordeaux und vier Piraten (Bonnes Mares, Almaviva, Barbaresco, La Turque. Die besten Weine: Lafleur, Mission, Ausone und Ducru ...

FINESSEN CABERNET SAUVIGNON AUS CHINA! Gesprochen wurde schon lange darüber. Jetzt ist ein ganz grosser Cabernet von Changyu Moser (19/20) im Markt erhältlich ...

SPRUDELND DURCH DEN MONTAGABEND! Und immer wieder etwas Champagner zwischen den Rotweinen. Montag ist aller Genuss Anfang. Schöne Bordeauxweine und zwei heisse Châteauneuf ...

SAUVIGNON BLANC VOM KAP IM DUTZEND! In der Region Südafrika werden grossartige Sauvingon Blanc produziert. Mit 12% Weltanbauanteil gehören diese zu den attraktivsten Anbietern mit günstigen Preisen sind ...

2009 BORDEAUX VOM DER LINKEN UFER IM ESCHENBACHER MOOS! Pape, Lafite, Lynch, Cos, Phélan, Meyney und Poyferre. Alle vom Giga-Jahrgang Und zum Abrunden; hausgemachte Kutteln ...

CHATEAU PAPE-CLEMENT TROTZT DER SOMMERHITZE! Es war ein heisser Sommerabend. Mineralwasser war gefragt. Die Weine aber auch, als der grösste Durst gelöscht war. Der schönste Wein; 1996 ...

BRUNELLO UND SIDI BARRANI! Sechs Mal Brunello di Montalcino vom grossen Jahrgang 2007. Einmal gibt es sogar 20/20 vom sonst eher brunellunfreundlichen Gabriel ...

GROSSE WEINE VOM KLEINEN CHÂTEAU! 
Mit dem Inital 2018 katapultieren sich die Simonets aus Motier (Vully) an die Schweizer Rotweinspitze. 19/20 für 60% Diolinoir und 40% Merlot ...  

FASSPROBEN VON BORDEAUX 2019!  Home-Office statt Château. André Kunz hat die Fassproben vom tollen Jahrgang 2019 in der Schweiz verkostet. Kaufen, weil a.) sehr gut und b.) günstig wie noch nie ...

1994 DOMINUS FÜR DOMINIC! Ein Spitzenwein aus Kalifornien für einen Spitzenkoch aus Buonas. Viele Weine vom Jahrgang 1994 - den ganzen Abend lang ...

ZWANZIG MAGNUM UNTER DER BURG! Ein anspruchsvolles Volksfest mit Eineinhalbliterflaschen vom Feinsten. Von 1929 Pontet Canet bis zu einem 1982er-Trio mit Lynch-Bages, Pichon-Lalande und Mouton ...

HILL OF GRACE VON HENSCHKE - EINE VERTIKALE VON 1973 BIS 2006! Er ist der heimliche Konkurrent vom Grange. Ist aber ein 100% Shiraz und ein reiner Lagenwein. Und rar und teuer. Was noch? ...

DAS ALLERBESTE VON PEBY FAUGERES! Ein Senkrechtstarter aus Saint Emilion. Merlot mit absolutem Weltklasseformat. Zwei Mal 20 Punkte. Jahränge 2009 bis zum Fassmuster 2019 ...

BORDEAUXWEINE IM ALARMGESICHTERTEN GABRIEL-KELLER! Ein weiniger Abend mit Freunden mit dem Jahrgang 1960 als roten Faden. Höhepunkt; 2009 Gazin und viele andere toll Bordeaux ...

COS UND ASPIK! Sieben Jahrgänge von Château Cos d'Estournel (1983 bis 2003). Sieben gute Freunde. Und ein hausgemachter Aspik., den man unter dem Namen Sülze besser kennt ...

CHÂTEAUNEUF-DU-PAPE UND KUTTELN!
Mit von der Partie: Ein bombastischer 2000 Beaucastel. Ein intellektueller 2005 Henri Bonnneau Réserve des Célestines. Und ein grosser Topf mit Kutteln à gogo ...

POMEROL UND KOTELETTEN!
Was für ein Fest! Pomerol 2005. Nearly ready. Certan de May, Gazin, La Croix, Clinet und Lafleur. Ein Genussbericht auf drei Seiten ...

CHÂTEAU LASCOMBES 1982 & CHÀTEAU LASCOMBES 2010! Beide nebeneinander im Gabriel-Glas. Ein analytischer Versuch Parallelen wie auch Differenzen zu finden ...

ITALIENISCHE ROTWEINE MIT FREUNDEN! Jeder brachte eine Flasche mit. Da kam so Allerlei zusammen. Der Wein des Abends: 2006 Sassicaia umgarnt von einer wunderbaren  hausgemachten Lasagne ...

JASSEN MIT BORDEAUXWEINEN! Acht Stunden lang Kartenspielen mit einem währschaften Nachtessen dazwischen. Für einmal keine Degustationsbericht, sondern ein Genussprotokoll ...  

MARGAUX-WEINE IM ESCHENBACHER MOOS!
Wenn Freunde sich treffen und jeder eine Flasche mitnimmt, kann das ein sehr schöner Abend werden. Von Rauzan-Ségla, Giscours, Prieuré-Lichine & Co ...

THE DEBATE AUS NAPA VALLEY! Der Produktionsstart erfolgte im Jahr 2011. Ohne eigene Trauben, ohne eigene Winery, aber mit einer Vision. Hier sind die Verkostungsnotizen und Bewertungen des allerersten Jahrganges ...

SATURIO AUF SENSATIONSKURS! Südlich von Wien, in Guntramsdorf bekommen die Weltklasse-Merlots Konkurrenz. Der neue Jahrgang 2018 schmeckt fast ein Bisschen nach La Conseillante ...

ARACHON, VON EVOLUTION ZUR REVOLUTION! Ein österreichischer Premiumwein aus dem Burgenland erfindet sich neu mit dem sensationellen Jahrgang 2017 ...

BORDEAUX 2017! Just abgefüllt und schon degustiert. André Kunz hat mehr als 50 Weine verkostet und bewertet. Weissweine, Rotweine, Süssweine ...

MALANSER CHAMBERTIN?
Auch mit seiner zweiten Edition vom Pinot Noir Privée schafft es der Bündner Winzer Martin Donatsch nach den Burgunder-Grand-Cru-Sternen zu greiffen ...

MASSETO, EGLISE-CLINET, MOUTON-ROTHSCHILD, PINGUS! Vier Spitzenweine, die gar nichts gemeinsam haben. Obwohl alle vom Jahrgang 2010 sind. Eine Analyse des sich näherkommens ...

CHATEAU HAUT-BRION IN MEGGEN!
Mit einer ganz besonderen Flasche aus dem Privatkeller war man zum Menupreis dabei. Die Vertikale lässt sich sehen. Haut-Brion von 1926 bis 2000. Und fast alles in Bestform ...

HÄNDE WEG VON TEUREN WEISSEN BORDEAUX! Warum günstige Weissweine aus Bordeaux in der Regel zuverlässiger sind und mehr Freude bereiten. Und warum man von teuren Weissen aus dieser Region die Finger lassen sollte ...

GMS-DEFILEE DER SONDERKLASSE! Ein ganz lieber Weinfreund, Gerhard Müller-Schwefe, feierte seinen 70igsten Geburtstag zwei Tage lang mit ganz besonderen Flaschen ...

FINALES MOUTON-FINALE! Das grosse Schlussbouquet eines langjährigen, traditionellen Anlasses im Old Swiss House in Luzern. Der Jahrgang 1900 als unerwartete Sensation ...

POMEROL-SEDUCTION - 10 WEINGÜTER AUF EINMAL! Beauregard, Clinet, Clos du Clocher, La Conseilante, Nenin, Gazin, La Pointe, Mazeyres, Rouget, Vieux Maillet - alle diese Weine gabs im Sempacherhof im Januar ...

40 JÄHRIGER POMEROL

1979 Château Latour à Pomerol: Die Farbe ist nicht besonderlich tief, zeigt aber noch viel Rot und erstaunlich wenig Reifetöne. Die Nase duftet irgendwie nach einem Blend von einem Corton und Beaune. Will heissen; eher nach einem grossen Burgunder wie nach einem Pomerol. Aber so was gibt es recht oft! Da ist immer noch viel beerige Frucht und Hagebuttengelée. Nasal ist der Reigen ein Wechselbild von frischem Hirschleder, hellen Cigarren und getrockneten Waldchampignons. Im Gaumen wirkt er fein stoffig. Allenfalls etwas mürbe vom Fluss her. Er bereitet aber immer noch eine unerwartet grosse Freude. Ich erinnere mich an eine Vinum-Degustation vor rund 35 Jahren. Da schlug dieser Latour à Pomerol sogar Pétrus und andere grosse Pomerol-Konkurrenten. Eigentlich entkorkte ich den Wein nur, weil ich demnächst einen Hasenragout im Römertopf avisiere. Dieser bleibt im Gabriel-Glas und wird mir heute Abend eine grosse Pomerol-Freude bereiten. Und ruiniert werde ich bei diesem Vorhaben auch nicht. Der Inventarpreis liegt / lag nämlich bei 35 Franken. 18/20

****************************************************************************************************************************************************************************


Liebe Weinfreunde

Das wird kein Zuckerschlecken. Kein Tanninjumpen. Kein Säuretanz! Oder halt nur ein kleiner Abriss dessen, was in früheren Weinjahren passierte. Die ehemalige Hochkonjunktur befindet sich in einer erzwungenen Flaute.

Wenn die Motivation im Keller ist, dann gehe ich halt selber auch dorthin. Und da hole ich mir schöne Flaschen, um die vinöse Einsamkeit zu Verdrängen.

Einen grossen Wein zu trinken macht nur so richtig Freude, wenn man diese Bouteille mit Freunden teilen kann. Deshalb lasse ich meine allerbesten Flaschen halt für eine Weile schlummern.

Corona hat uns weiterhin fest im Griff. Natürlich in erster Linie was Weinreisen oder Weinverkostungen oder sonstige Weinevents betrifft.

Momentan stehe ich zu dieser Situation «Gewehr bei Fuss». Will heissen;

- Es werden keine neuen Events mehr aufgeschaltet.
- Was abgesagt werden muss, wird ohne Verschiebungsdatum anulliert.
- Einbezahlte Beträge werden sofort zurückbezahlt.

Euch wünsche ich allen (trotzdem) ganz viele, schöne Weinerlebnisse ...

Alles Gute aus Eschenbach!

René / René Gabriel