•  
  •  
WAS SO WEINIGES IM JAHR 2020 PASSIERTE ...

HÄNDE WEG VON TEUREN BORDEAUX WEISSWEINEN

Bei einer Raritätenprobe standen kürzlich die teuersten Weissweine vom Bordelais, namentlich aus der Region Pessac-Léognan, auf dem Trapez. So zwischen 600 bis 1200 Franken das 75cl-Flacon. Und es kam wie es kommen musste, denn – irgendwie hatte ich den zu erwartenden, eher bescheidenen Genuss schon vorsehbar im Hinterkopf gespeichert. In der Runde setzte Ernüchterung ein. Was im Glas so wunderbar Weiss, gelblich und Grün strahlte, war nasal eher fruchtlos und im Gaumen spannungslos.





Was erwartet man von einem teuren Weisswein? Dass er allenfalls lagerfähig ist und dabei möglicherweise an Aromen zulegt und in der Folge seine Mineralität zeigt. Genau das letztere ist das Problem. Und – dass wissen auch jene Weinfreaks, welche schlecht rechnen können. Eine mangelnde Mineralität kann man leider nicht mit einem hohen Preisniveau ausgleichen. Die teuersten Weissweine vom Bordelais sind aktuell der La Mission und Haut-Brion. Sämtliche Preise der neueren Editionen liegen da über 500 Franken. In den letzten 20 Jahren haben sich deren Preise vervielfacht. Auf meine Frage hin, warum das so sei, meinte der Direktor: «Wir haben so wenig davon».

Verkaufbar sind diese – trotz hohem Preis sowieso. Denn, wer als Négociant die Rotweine dieser Dillon-Besitztümer erwerben will, muss auch «etwas» Weissen kaufen. Die Roten verkaufen sich dann relativ easy. Aber der Markt reagiert immer zäher auf die beiden exklusiven «Blancs». Wie sagte der bekannte Weinkritiker Hugh Johnson unter anderem einst: «Weinkenner sind intelligent!»

Anders die Begründung einer anderen Château-Besitzerin als sich der Preis des Weissen von einem Jahr auf das andere verdoppelte: «Les blancs suivent les rouges». So eine dumme Formel, welche leider seit Jahrzehnt praktiziert wird. Wenn die Roten aufschlagen, dann werden die Weissen auch teurer. Dabei sind gerade die eher schwierigen Rotweinjahre in der Regel ganz hervorragende Weissweinjahrgänge.

Bisher hatte ich dieses leidige Thema etwas unter den Teppich gekehrt. Aber als öffentlich schreibender Weinliebhaber gilt ja auch die Informationspflicht. Was ich zu diesem Thema «intern» praktizierte? Seit Jahren reduzierte ich meinen damalig hoffnungsvollen Bordeaux-Weissweinbestand. Ein paar Kisten gingen auf die Auktion. Mit Events konnte ich das Inventar wunderschön redimensionieren. Gut – nicht alles ist schlecht. Aber leider waren sehr viele Weine als Primeur vielversprechend und später lasch, manchmal sogar schon nach wenigen Jahren komplett oxydiert. UTA!!! Untypischer Alterston. Beschwichtigenderweise melde ich hier, dass es schon ein paar löbliche Ausnahmen gibt (Vor allem Domaine de Chevalier). Aber leider sind solche Exzeptionen – nach ein paar Jahren Flaschenreife – extrem rar.

Andere, europäische Weinregionen sind zwar in den letzten zwar auch mit deren Spitzenweinen teurer geworden. Andererseits haben diese auch eine entsprechende Qualitätsperformance hingelegt. Also geht dort die Genussrechnung wesentlich besser auf.
Heisst aber nicht, dass ich auf gar keinen Fall mehr weisse Bordeaux trinken werde. Die paar Flaschen, welche ich noch im Keller habe, sind löbliche gut selektionierte Ausnahmen. Wenn ich einen bekannten weissen Bordeaux trinke, dann tendenziell innerhalb der ersten drei bis fünf Jahren. Was hier allerdings noch anzumerken ist; Ganz viele, meist unbekannte Winzer im Bordelais machen tolle Weissweine. Meist kommen die aus dem Entre-deux-Mers. Die kosten zwar oft nur 10 Franken – sind dafür aber fruchtig, zuverlässig und bereiten enorm Spass.

****************************************************************************************************************************************************************************

ABNEHMEN MIT ROTWEIN

Ein Glas ist so effektiv wie eine Stunde Sport (laut Studie), aus einem Artikel von Anna-Lena Koopmann ...
ANNA-LENA KOOPMANN

Alkohol hat viele Kalorien und hemmt die Fettverbrennung, soviel ist bekannt. Doch ein Gläschen Rotwein in Ehren muss zukünftig niemand mehr verwehren… Denn neben seinen vielen positiven Eigenschaften, wie zum Beispiel den Blutzuckerspiegel zu senken, haben Forscher nun noch einen weiteren genialen Effekt festgestellt: Ein Glas Rotwein kann eine Stunde im Fitnessstudio ersetzen!
Darum hilft Rotwein beim Abnehmen.

Es klingt zu verlockend, doch Rotwein kann aus wissenschaftlicher Sicht tatsächlich ein Ersatz für körperliche Betätigung sein. Kanadische Forscher der University of Alberta haben in dem roten, gegärten Traubensaft sogenannte Resveratrol-Verbindungen nachgewiesen. Diese Substanz aktiviert nicht nur einen Schutzmechanismus in den Zellen, sie stärkt und verbessert zudem auch die körperliche Verfassung, die Funktionen des Herzens und die Muskelstärke – auf genau die gleiche Art und Weise, wie Sport es tut. Ein Glas Rotwein entspricht hier laut Wissenschaftlern einer Stunde Fitness. Dieses Wissen begeistert natürlich jeden Weinliebhaber, sei aber besonders für die Menschen wichtig, die sich aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen nicht körperlich bewegen können.

Abnehmen mit Rotwein? Resveratrol macht schlank!

Auch eine Studie der Washington State University hat erwiesen, dass das Resveratrol im Rotwein beim Abnehmen hilft. Es wandelt das vorhandene Fettgewebe im Körper offenbar so um, dass es danach leichter abgebaut werden kann. Außerdem soll ein Glas Rotwein am Abend jede Form von Heißhungerattacken verhindern. Na dann zum Wohl und auf die Gesundheit!


P.S. Auf dem Bild ist übrigens die Gabriel-Glas-Karaffe «Decanter Alpha» zu sehen!

***************************************************************************************************************************************************************************

image-10203020-IMG_4757-aab32.w640.JPG

GMS-DEFILEE DER SONDERKLASSE
 
GMS? Dafür gibt es viele Definitionen und so geizt denn das Netz nicht mit möglichen Erklärungen …

GMS gibt es in Wettingen. Als Gesellschaft für militärische Studienreisen.
GMS heisst eine Bauprojektfirma am Zürcher Flughafen.
GMS steht für Gesellschaft für Musikautomaten in Seewen.  
GMS gibt es als Gesellschaft der Minderheiten in der ganzen Schweiz.  
GMS führt auf den Hersteller von englischen Rennmotorrädern zurück: Geoff Monty Special
GMS ist ein Paket von Anwendungen für Android: Google Mobile Services.
GMS verwendet man für ein binäres Dateiformat; Gesture and Motion Signal.
GMS ein Winkelmass beruht auf den Elementen: Grad Minuten Sekunden.
GMS nennt sich eine Musikgruppe aus Barcelona: Growling Mad Scientists.
GMS steht als englischen Begriff für Riesenmärkte: General Merchandise Store.
GMS ist auch ein Werk von Immanuel Kant. Die Grundlegung der Sitten.
GMS ist ausserdem die Abkürzung für Grossmotorgüterschiff auf Binnengewässern.  
GMS ein russisches Museumsreservat Gossudarstwenny Musei Sapowednik.
GMS heisst in unserem Fall aber: Gerhard Müller-Schwefe (Bild oben). Dahinter verbirgt sich ein besonders liebenswürdiger Weinkenner, dem es eine riesengrosse Freude bereitete, seine besten Flaschen aus seinem beachtlichen Keller mit seinen besten Freunden zu teilen.

Anlässlich seines 70igsten Geburtstages hat er seine Weinfreunde eingeladen und mit ihnen zwei Tage lang auf der Burg Staufeneck (Salach / D) tolle, wirklich tolle Weine aus seinem unerschöpflichen Keller zelebriert. Nachfolgend ein paar Auszüge davon. Der ganze Bericht, wie immer auf www.bxtotal.com


MONTRACHET-BILD FÜR GÖTTER

Bevor wir diese Flaschen bestaunen und fotografieren durften, wurden wir beim Verkosten im Dunkeln gelassen. Will heissen, diese raren und extrem teuren Montrachets der Domaine de la Romanée-Conti wurden uns blind serviert. Ich hielt meine Nase ins Glas Nummer eins und schrieb auf meinen Zettel spontan: «DRC». Damit lag ich zwar richtig. Doch bei den anderen vier Weinen verliess mich der Entdeckungsmut und ich war in der Folge hin und her gerissen. Die Jahrgänge unterschieden sich a.) gewaltig voneinander und b.) entwickelten sich unglaublich an der Luft. Der Perfekteste war für mich der Jahrgang 2007 (20/20). Gefolgt von 1987 und 1991 (19/20). Dem 2001er fehlte es ein bisschen an Spannung (17/20). Ganz spannend war der 2002er. Der begann bescheiden und blühte dann so richtig auf. Am Ende lag auch er bei 19/20. In allen fünf Flaschen waren Aromen wie Butter, Butterblumen, Kamille, Mirabellen und Honig vorzufinden. Werten ist schwierig, möglicherweise auch nicht fair. Das Privileg solche mondial schwer auffindbare, allesamt gereifte Raritäten im Glas vor sich zu haben ist unbeschreiblich.

Dazu servierte die Staufeneck-Crew eine Komposition mit dem Namen «Jakobsmuschel trifft Kaviar». Vor lauter Montrachet-Benommenheit vergass ich ein Foto von diesem Gericht zu machen.
     
Als ich beim Schreiben diese Montrachet-Parade noch einmal in meinem Kopf Revue passieren liess, erinnerte ich mich an einen Passus aus einem bekannten Lied von Katja Ebstein: «Wunder gibt es immer wieder, heute oder morgen können sie geschehn. Wunder gibt es immer wieder, wenn sie dir begegnen, musst du sie auch sehn».

ANDRÉS ERSTER ROMANÉE-CONTI

Für www.bxtotal.com schreibt André Kunz eifrig seine Notizen nieder. Mehr als 100‘000 Weine sind schon über seine verwöhnte, aber auch tolerante Zunge geflossen. Ein einziger Wein aus der grossen Welt hat ihm noch in seinem Genussrepertoire gefehlt: DRC-Romanée-Conti. GMS füllte diese Lücke …






2001 Romanée-Conti, Domaine de la Romanée-Conti: Aufhellendes, fein rostig gefärbtes Rubin. Die Nase zart und fein, vielschichtig mit intensiven Rebholznoten, Pflaumenhaut, Kräutern, Zedern, hellem Tabak und Nelkenköpfen. Das nasale Wunder: Er wurde mit Luftzutritt immer fruchtiger und legte rote Beeren in jeglicher Form frei. Im Gaumen saftig, balanciert, tänzerisch, mit einer atemberaubenden Grandezza ausgestattet. Dies war der sinnlichste, erotischste Wein. Einer der Ehrfurcht zollt und untertänigste Demut abverlangt. 19/20 trinken
WAS IST HIER FALSCH?

Zwei Bündner Winzer machten mit ihren Chardonnays den Auftakt. Auf dem Bild oben hat sich ein optischer Fehler eingeschlichen. Peter Wegelin (links) hält den Unique von Donatsch in der Hand. Thomas Donatsch (rechts) hält die Magnum Chardonnay von Wegelin in die Kamera.

PASST FISCH ZU ROTWEIN?

Als toleranter Weintrinker könnte man jetzt sagen «Jein». Oder: «Erlaubt ist, was gefällt».
Und weil es keine Regel ohne Ausnahme gibt, kann man diese Frage in den Gerichten von Rolf Straubinger vorbehaltslos mit Ja beantworten. Also schafft dieser, mit Auszeichnungen hoch dekorierte Küchenstar immer wieder den Quantensprung. Auf dem Bild schaffte der Steinbutt mit Spitzkraut, Kümmelbutter und Kartoffelcroutons die schwierige Gourmet-Wein-Brücke. Das Geheimnis: Fisch- und Weinsymbiose lag wohl am unterlegten Kalbsjus …

1947 Château La Mission Haut-Brion: Farblich kann man ihn als Schwarz-Braun bezeichnen. Während sich der Rand orange aufhellt, bleibt er im Innern schier undurchdringlich. Ich erwartete einen portigen 1947er, bevor ich ihn zur Nase führte. Doch diese Flasche war ein wahres Wunder und eigentlich das Gegenteil, was man diesem heissen Jahrgang alles so andichtet. Viel Malz, unglaubliche Süsse, Dörrfeigen, dunkle Rosinen, fein jodig mit viel Kräuternoten. Im zweiten Ansatz dann Cerealien, insbesondere gerösteter Sesam. Im Gaumen füllig, schmeidig, komplex und sensationell balanciert. Das war die beste Flasche 1947er Mission meines Lebens und die hat mich vor Emotionen schier umgehauen. 20/20 trinken

Draussen war zufällig grad Vollmond. Dies hat mich spontan inspiriert mit dem gewaltigen 1947er La Mission etwas Fotokunst zu inszenieren. Also hielt ich das Gabriel-Gold-Glas gegen den kristalligen Saal-Leuchter. 

1929 Château Haut-Brion: Braun mit Bernsteinschimmer am Rand. Das Bouquet beginnt mit einem Eindruck, welcher an Kräuterlikör erinnert, dies vermischt sich mit erdiger Süsse und verleiht diesem Wein so eine intensive Terroirexpression. Im Gaumen gibt er sich fleischig, im Fluss sandig, zeigt dabei auch noch eine gewisse Adstringenz. So dokumentiert er deutlich den gigantischen Jahrhundertjahrgang 1929 auf eine tragisch grosse Weise. Ein unvergessliches Erlebnis ohne Ablaufdatum. 20/20 trinken

P.S. Das war die Flasche links im Bild.
KLEINES LATOUR-PROTOKOLL

Die 1959er Magnum war gigantisch, frisch und erhaben (20/20). Leider mussten wir die Magnum 1964 für tot erklären. Ziemlich gross und klassisch zeigte sich der Jahrgang 1970, ebenfalls in der Magnum (19/20). Gigantisch, delikat und berauschend der 1982er (20/20).    Und, weil direkt mit dem 1982er vergleichbar, fehlte dem wunderschönen 1983er ein «Mü» für die volle Bewertung. Deshalb: 19/20.



Danke Gerhard!

Es war grossartig und unvergesslich!









***************************************************************************************************************************************************************************



«Früher war die Zukunft besser!»

Karl Valentin








***************************************************************************************************************************************************************************

image-10200788-IMG_8742-d3d94.w640.JPG

FINALES MOUTON-ROTHSCHILD-FINALE
 
Es ist hoffentlich nicht so, dass ich nie mehr eine Flasche Mouton-Rothschild anrühren werde. Aber mit den traditionellen, 13 Jahre lang durchgeführten Mouton-Abenden, im Luzerner Old Swiss House, ist jetzt Schluss. Gefeiert haben wir dieses finale Finish mit grossen Mouton-Jahrgängen und einer spannenden 1995er-Pauillac-Blindprobe.

So ganz grundlos ist dieser Entscheid des Aufhörens nicht gefallen. Einerseits versuche ich, angesichts meiner sich androhenden Pensionierung, meine Engagements etwas zu reduzieren. Es gäbe da auch noch das Motto: «Aufhören, wenn es am Schönsten ist.» Doch auch das ist nicht der elementarste Grund, dass diese erfolgreiche Serie nun ein Ende fand.
Wie jeder Weinfreund welcher sich mit Bordeaux anfrisst, hatte auch ich mein sauer verdientes Geld in grösseren Käufen von etwas teureren Bordeaux-Flaschen angelegt. Die schönsten und präsentierbarsten Flaschen dieser Region? Mouton-Rothschild. Die jährlich wechselnden Künstleretiketten eignen sich hervorragend zu Ausstellungszwecken im Keller. Damit schafft man sich bei einer Gästevisite Ehrfurcht und Anerkennung. Zudem erhofft man sich im Hinterkopf auch eine schöne Wert-Performance.

Und genau da lag der Hase im Pfeffer. Denn – viele Freaks tranken diese Moutons gar nie. Sie wurden nur angeschaut. Dann merkten immer mehr Sammler, dass viele Jahrgänge sich nicht besonders gut im Glas machten. Denn – wie viele andere Bordeaux Güter machte auch der Wein von Baron qualitativ nicht immer eine besonders gute Falle.

Die Folge? Die Auktionsmärkte wurden regelrecht überschwemmt von Mouton-Rothschild. Unglaublich viele Weinkenner trennten sich massenweise von diesen langjährig gepflegten Schätzen. Noch vor Jahren waren die Auktionskataloge voll von Mouton-Rothschild. Was dazu führte, dass die Preise für die Verkäufer wenig attraktiv waren.

Nachfolgend ein paar Geschichten von diesem Abend: Der Bericht, wie immer auf www.bxtotal.com

Um 16.30 begannen wir zu Entkapseln, zu Entkorken und zu Dekantieren. Mit «wir» meine ich den Hausherrn Philippe Buholzer und meine Wenigkeit. Nach getaner Arbeit schritten wir zum Voraperitif und genossen ein Bier hinter dem Tresen im Restaurant.
120 JAHRE ALTER MOUTON

Es war eigentlich mehr ein Gag, denn die Flasche wies einen beträchtlichen Schwund auf. Füllniveau; untere Schulter. So gesehen, kann man dieses unerwartete Erlebnis als Wunder deklarieren. Im Markt wird aktuell eine einzige Flasche angeboten. Preis ca. CHF 9'500. (Royal Wine Merchants, New York).










1900 Château Mouton-Rothschild: Mitteldunkles, deutlich gereiftes Weinrot, innen noch minimste rote Reflexe zeigend, aussen doch deutlich bräunlich. Unglaublich, süsses Bouquet, es duftet nach Nusspralinen, nach Sandelholz und nach altem grossem Rioja. Irgendwo findet man gar noch Maulbeerennuancen und zartes Caramel, fein kräutrig, parfümiert, absolut delikat, ja parfümiert in der Nase. Bereits nasal ein 120jähriges Weinwunder. Im Gaumen fein, zart, noch intakt und schier cremig in der hoch feinen Textur, Leder und dominikanischer Tabak im erhabenen, traumhaft süssen Finale. Das war eine legendäre, sagenhafte, unvergessliche Flasche. 20/20 austrinken

TRAUERUMZUG

Den Rothschild-Familien gelang es stets, die Reichtümer zu vermehren. Doch auch deren Mitgliedern wurden verständlicherweise nicht vom Ableben verschont.

Ein Mann stand weinend auf dem Gehsteig, als ein langer Trauerzug an ihm vorbeizog.
Ein Passant fragte den schluchzenden Mann, wer da gestorben sei: «Ein Rothschild», antwortete der Mann, über dessen Gesicht die Tränen kullerten. Der Passant bohrte weiter und fragte: «Waren Sie denn mit ihm verwandt, dass Sie so traurig sind?». Mit dem Taschentuch trocknete der Mann seine Tränen und antwortete enttäuscht: «Eben nicht!».

BLINDPROBE: PAUILLAC-PREMIERS

Ein Bisschen Spass muss auch sein. Wer misst sich nicht schon gerne als Weinkenner? So schenkten wir die drei Pauillac-Premiers, welche in der vierten Serie gegeneinander antreten mussten, verdeckt ein. Philippe wählte die Reihenfolge. Also lag auch der Gabriel im Dunklen. Was ich in solchen Fällen mache, immer sorgfältig Degustieren und möglichst wenig raten. Es nützt mir nichts, wenn ich die Reihenfolge rausfinde, aber nicht weiss wie die Weine letztendlich wirklich schmeckten.

SECHS LITER TISCHWEIN

Und dies aus einer einzigen Flasche. Imperiale heissen diese grossen Dinger und darin haben acht normale Flaschen Wein Platz.

Am Weihnachtsabend waren wir spontan bei Freunden eingeladen. Ich nahm eine Doppelmagnum 2004 Cos d’Estournel als Mitbringsel mit. Und dieser schmeckte so gut, dass ich mich spontan entschloss, als Tischwein für den Mouton-Anlass eine Imperiale zu entkorken. War offensichtlich ein sehr guter Entscheid. Denn die Grossflasche reichte nur ganz knapp bis zum Schluss.

2004 Château Cos d'Estournel, Saint Estèphe: Imperialflasche. Extrem dunkle Farbe, viel schwarz und wenig Rot. Die Nase dunkelröstig, viel Mocca, Pumpernickelbrot, Lakritze und schwarze Beeren. Im zweiten Ansatz zeigt sich ein feiner Rauchton welcher die Tiefe anzeigt. Im Gaumen ist er mit seinen wunderschönen Tanninen erstaunlich fein unterwegs. Viel Aromatik bei mittlerem Körper. Genau so sind die meist unterschätzen, besten Weine vom Jahrgang 2004. Aber Vorsicht; die Weine schmecken ganz deutlich nach Bordeaux!!! 18/20 trinken










***************************************************************************************************************************************************************************


«Was zuerst bei einer Abmagerungskur abnimmt, ist die gute Laune»

Liebe Weinfreundinnen, liebe Weinfreunde

Der Spruch ist gut. Aber leider ist er nicht von mir, sondern von Gerd Fröbe. Gewicht verlieren ist so einer der vielen guten Vorsätze zum Neuen Jahr. Nach dem Motto «verschiebe nie auf Morgen, was Du in den kommenden Wochen kannst besorgen» habe ich mir diesen Vorsatz schon im November zur Brust genommen. Zugegeben, nicht ganz freiwillig. Beim Arzt durfte ich bei einer Routinekonsultation unter anderem auch auf die Waage stehen. Mit gutem Gefühl. Denn – bei mir ist jedes Gramm nicht nur Quantität, sondern auch Qualität. Mit ganz viel Liebe über Jahre genüsslich einverleibt oder aussen sorgfältig angereichert.
Der beratende Medizinmann sah dies aber ein bisschen anders und riet mir dringend, meine Bruttoregistertonnen besser in den Griff zu kriegen. Und flugs wollte er mich auch grad noch zu einer Ernährungsberaterin schicken. Da sagte ich ihm ganz spontan, dass ich so was nicht brauche, weil ich schliesslich Koch sei. Höflich verabschiedete ich mich von ihm und als ich schon fast draussen war, rief er mir noch nach: «Wir sehen uns wieder, in einem Monat!». Aha – Vertrauen ist gut, aber Kontrolle noch besser!
In der Folge stellte ich meine Ess- und Trinkgewohnheiten um. Es fanden – oh Wunder! – plötzlich weinlose Tage statt. Manchmal liess ich einfach eine Mahlzeit aus. Verzichtete gänzlich auf Pasta und Brot. Reduzierte gewisse Rationen. Ass Früchte zur Kompensation. Und – es funktionierte. Bisher habe ich 10 Kilogramm Körpergewicht verloren. Wo genau die hin sind weiss ich nicht. Aber sie sind definitiv weg. Keine Radikalkur und auch keine Tortur. Uhu wäre schön! Doch dazu müsste ich nochmals 11 % Reduktion erzwingen. Uhu? Unter hundert. Mal schauen, was mir das Jahr 2020 so gewichtsmässig bringt …
 
Von ein paar Freunden und Bekannten musste ich mich leider im 2019 verabschieden. Am meisten schmerzte der plötzliche Tod von Patrick Bopp. Er war nicht nur einer der besten Weinfreunde, sondern mein ganz persönlicher Sommelier von vielen Raritätenproben und «Entkorker» und «Dekantierer» unzähliger raren und tollen Flaschen. Was wir beide auf den langen Fahrten zu den Degustationen und während der vielen Events erlebten ist unbeschreiblich und unvergesslich.
Geschäftsmässig war 2019 ein gigantisches Jahr. Das Gabriel-Glas hat Hochkonjunktur. Rekordumsätze im Hauptgeschäft in Hallein (A) wie auch in der Schweiz. Weltweit haben wir den Umsatz in den letzten drei Jahren verdoppelt und sind jetzt in 34 Ländern vertreten. Letztes Jahr habe ich unter anderem Präsentationen in Tokio, Melbourne, China und Napa Valley gemacht. Den tollen Erfolg habe ich aber den Teams in Austria und der Schweiz zu verdanken. Zum 10jährigen Jubiläum kommen in diesem Frühjahr ein paar, spannende neue Ergänzungsprodukte auf den Markt.

Die Weinbörse hat mit zwei gigantischen Auktionen ebenfalls das beste Jahr hinter sich. Hier sind wir jetzt an den Vorbereitungen der grossen Frühlingsauktion (WB 102) in Bad Ragaz. Carlo Haueter nimmt gerne Eure Listen und Offerten entgegen: wb@weinauktion.ch. Wir organisieren auch Importe- und Transporte aus dem Ausland.  

Als One-Man-Show dirigiere ich die Weingabriel GmbH. Geführte Reisen mache ich nur noch nach Bordeaux. Und diese sind leider – auf weite Sicht – ausgebucht. Hier habe ich ein paar ganz tolle Events für 2020 und 2021 ganz neu aufgeschaltet. Für 28 Franken gibt es ein Kuttelessen in Goldau. Sobald halt grosse Weine im Spiel sind, kostet es logischerweise «etwas» mehr. Nebst den klassischen Wine & Dine versuche ich da auch neue Wege zu gehen. Dies in Form von einem «Doppelmagnum-Gourmet-Rodeo» oder einem «Big-Bottle-Jazz-Gig». Die Seite dazu www.weingabriel.ch. Solange die Weinfreunde an meinen Tastings Spass haben, mache ich noch weiter. Tolle Weine hat es nämlich (noch) genügend im alarmgesicherten Keller.  
    
Die Nichtselbstverständlichkeit soll in diesem neuen Jahr uns das Bewusstsein stets fördern. Euch allen wünsche ich einen ganz guten Start, gute Freunde, viel Erfolg und schöne Erlebnisse …  

René / René Gabriel

***************************************************************************************************************************************************************************




Bei meinen Genüssen halte ich mich immer an einen Slogan von Oscar Wilde: : «Ich bin ein einfacher Mensch. Ich habe mich stets mit dem Besten zufriedengegeben!»





DAS NESPRESSO WUNDER

Am 3. Januar dieses Jahres postete ich ein Foto mit ein paar Nespresso-Kapseln und schrieb dazu: «Vorsatz 2020 – nie wieder im Leben». Die Reaktionen kamen postwendend. Mehr als hundert Likes und 87 Kommentare. Die Antworten waren fair, aufmunternd, kritisch, konstruktiv, nie unter der Gürtelline. Das ist für Facebook schon fast eine Rarität. Die «Kapseltrinker» hielten sich in der Regel eher bedeckt. Eine Bekannte fragte nach dem «Warum» meines Vorsatzes. Ein guter Freund provozierte mit dem Spruch: «Vorsatz Nr. 2: Keine eigene Facebook Posts rechtfertigen ...». Es ist eine verkehrte Welt geworden. Früher musste man sich rechtfertigen warum man etwas macht oder etwas gemacht hatte. Und heute muss man sogar das Gegenteil erklären!

WIE VIEL GRAMM KAFFEE?

Auf dem Foto sieht man mich mit meinem Morgenkaffee. Es ist eine Bodum-Glas-Tasse. Darin bleibt jedes Heissgetränk über längere Zeit heiss. Mein persönlicher Zehnuhr-Blend besteht aus einer Ration Kaffee und einer Ration Espresso. Es ist frisch gemahlener Kaffee aus der Jura Impressa. Insgesamt ca. 160 ml. Kaffee. Ohne Zucker. Mit einem Schuss Milch. Das Ausgangsmaterial; Eldorado-Mischung von der Luzerner Kaffeerösterei Rast. 100 % Arabica-Hochlandanbau. Die dafür benötigte Menge: zwei Portionen à 11 Gramm. Also 22 Gramm total.

Wir hatten im Wirtefachkurs gelernt, dass es für einen sehr guten Kaffee mindestens 10 Gramm Bohnen braucht. Welche Menge es letztendlich ideal ist, darüber scheiden sich die Kaffeegeister. Der Maschinenhersteller Jura empfiehlt mindestens 8 Gramm und rechnet vor, dass es sich dabei um rund 70 einzelne Bohnen handelt. Coffecircle.ch geht da etwas weiter und meint, dass ein guter Kaffee gut 12 Gramm benötigen würde.

MANN RECHNE!

Kommen wir mal zu den Kosten: Für ein Kilo Kaffee bezahle ich 16 Franken. Meine 22 Gramm für den Morgenkaffee kosten mich also 35 Rappen. Eine Nespressokapsel würde mich heute im Schnitt etwa 55 Rappen kosten. Doch jetzt kommt das Nespresso-Wunder erst so richtig zum Tragen. Nicht nur vom Preis her, sondern auch von der Quantität. Will ich nämlich mit der gleichen Menge (22 Gramm Kaffee) arbeiten, so bräuchte – je nach Typus – etwa vier Nespresso-Kapseln! Was man nämlich vergeblich im Internet-Shop sucht, sind die Mengenangaben in den Kapseln. Die Füllmengen schwanken im äusserst knappen Bereich von 4,8 bis 6 Gramm. Also verspricht Nespresso mit der Hälfte der allgemein empfohlenen Menge eine optimale Kaffeequalität abliefern zu können. Rechnet man jetzt den Kilopreis um, nimmt dabei eine durchschnittliche Nespresso-Kaffee-Kapselmenge von 5.4 Gramm und einen durchschnittlichen Kapselpreis von 55 Rappen, so landen wir bei über 100 Franken für meinen absolut vergleichbaren Sechzehn-Franken-Kilo-Kaffee.

UMWELTBILANZ?
 

«Aluminiumkapseln sind recyclebar und somit nachhaltig». Dies will mit ein weiterer Facebook-Poster weissmachen. Heute stehen 100'000 Sammelstellen in 44 Ländern für gebrauchte Nespresso Kapseln zu Verfügung. Es gibt auch in 18 Ländern einen Service mit der Adresse recycling@home. Das ist sehr vorbildlich von Nestlé. Meine erste Frage ist, wie konsequent dann die Anwender auch effektiv Reziklieren? Es ist leider zu vermuten, dass nicht wenige, gebrauchte Kapseln im normalen Abfall landen. Und da stelle ich mir dann schon die Greta-Frage: «Wie ist denn die generelle Umweltbilanz im Verhältnis zum ganz normalen Kaffeesatz, welchen ich allenfalls, zur sinnvollen Weiterverwendung, auf dem Kompost entsorgen könnte?»    
   
Mittlerweile habe ich fast alle Kapseln selbst durchgetestet. Die Farben sind aussen zwar sehr variabel – innen sind die geschmacklichen Differenzen marginal. (Vanille, Cocos und Haselnuss-Varianten ausgeschlossen). Der proklamierte «Lungo» für die grössere Menge (Kaffee Crème) funktioniert praktisch nie. Der Kaffee wird bitter, verliert an Aromen, wird wässrig und es fehlt an Fülle. An dieser Stelle gebe ich aber gerne zu, dass sehr viele Nespresso-Kapseln immerhin einen recht guten Espresso abliefern.   
     
FEDERER ODER CLOONEY?

Der Schweizer Tennisspieler wirbt indirekt für frisch gemahlenen Bohnenkaffee, indem er sich für den Kaffeemaschinenhersteller Jura posieren lässt. George Clooney war bis in die 90er-Jahre der Marketing-Verdingbube bei Nestlé. Er warf jeweils die Frage in den Raum: «What else?»

Wer meinen kleinen Kaffeebericht aufmerksam gelesen hat, wird nachvollziehen können, dass es viele, attraktivere Alternativen zu Nespresso gibt.

Auf einer Pressekonferenz wurde George Clooney einst gefragt, warum er keine Tattoos auf seiner Körperhaut trage. Seine Antwort war genial: «Einen Ferrari tapeziert man ja schliesslich auch nicht mit Aufklebern!»    
 
Da ich nach dem Warum für meinen «Niemehr-Nespresso-Entscheid» gefragt wurde, erlaube ich mir an dieser Stelle ebenfalls ein zusammenfassendes Statement: «Ein wirklich guter Kaffee braucht einiges, aber ganz sicherlich keine Kapsel».
   
****************************************************************************************************************************************************************************

image-10194734-Seduction-c20ad.JPG

POMEROL RODEO MIT POMEROL SEDUCTION
 
Rodeo stammt vom Wort rodear ab und bedeutet so viel wie umrunden. So gesehen, war dieser besonders weinige Januar-Montagabend im Gasthaus Sempacherhof eine ziemlich «runde Sache».

Pomerol Séduction ist ein Club von zehn verschiedenen Pomerol Weingüter, welche ihre Weine im Rahmen von Verkostungen und Events vorstellen.

Die honorigen Mitglieder dieser Vereinigung:
-    Château Beauregard
-    Château Clinet
-    Clos du Clocher
-    Château La Conseillante
-    Château Nenin
-    Château Gazin
-    Château La Pointe
-    Château Mazeyres
-    Château Rouget
-    Château Vieux Maillet

All diese Weine mit den Jahrgängen von 2005 bis 2015 gab es an diesem Januar-Event im Gasthaus Sempacherhof (Kanton Luzern) zu verkosten und geniessen. Vom Gast Château Beauregard wurden gleich drei Jahrgänge in die Gabriel-Gläser serviert, nämlich 2014, 2000 und 1998.  Aus Bordeaux angereist, einer der Vertreter von Pomerol-Séduction; Vincent Priou. Er ist seit 1991 Direktor vom der 18 Hektar grossen Château Beauregard.  

Die Verkostungsnotizen, das Menu und Geschichten: www.bxtotal.com

BESONDERE IMPERIALFLASCHE
Normalerweise zelebriert der Beauregard-Direktor Vincent Priou Grossformate nur bei Einladungen auf dem Weingut.

Für diesen gelungenen Pomerol-Abend machte er eine löbliche Ausnahme und sponsorte diese rare, sechslitrige 2000er-Imperialflasche.

2000 Château Beauregard: Imperial. Unglaublich sattes Purpur. In der kompakten rot- bis blaubeerigen Frucht findet man einen ersten, würzigen Terroirschimmer. Dies in der Form von Tabak und Hirschleder. Im Gaumen satt, feinfleischig, gut stützende Säure mit gebündeltem Langem Finale. 18/20 trinken 

MEGA-POMEROL-VALUE

2012 Clos du Clocher: Extrem dunkle Farbe, Violett-Schwarz. Das Nasenbild duftet nach dunkler Schokolade und nach Kokos, also könnte man einfach auch Bounty hinschreiben, schön füllig und weit ausladend. Im zweiten Ansatz findet man Red Currant-Pastillen und schwarze Johannisbeeren und wieder viel Schokolade – jetzt in Pralinenform. Im Gaumen füllig, mit weicher, samtener Textur, gebündeltes, reiches und aromatisches Finale. Ein ganz toller Pomerolwert. Da bekommt man mehr Wein, als man aktuell dafür bezahlen muss. Im Moment gibt es da mehrere Schweizer Anbieter um rund 50 Franken. Konklusion: Kaufen!!! 19/20 trinken   

FLEISSIGES HANDGEKRITZEL

Eigentlich wäre es einfacher, gleich mit dem Laptop anzutraben. Dann müsste man sich die Arbeit nur einmal machen. Andererseits bereitet es viel Spass, die Weine beim Schreiben nochmals Revue passieren zu lassen.

SPITZENWEIN DES ABENDS

So muss ganz grosser Pomerol! Bereits bei der Primeurprobe im Jahr 2010 flippte ich völlig aus.

Einen so guten Gazin hatte ich bisher in meinem Leben noch nie degustiert. Gemäss meiner Webseite www.bxtotal.com sind es immerhin 53 Jahrgänge.

Auch bei unserem Pomerol-Séduction-Abend lag er für mich fraglos an der Spitze.



2009 Château Gazin: Gesamtproduktion; 66'500 Flaschen. Assemblage; 90 % Merlot, 7 % Cabernet Sauvignon, 3 % Cabernet Franc. Violett-Schwarz. Verrücktes Bouquet mit unglaublich vielen Facetten. Im ersten Ansatz frisch, minzig und floral gleichzeitig. Im zweiten Ansatz kommt die Fruchtwucht in schwarzbeeriger Form; Holunder, Cassis und Heidelbeeren, ergänzt mit Lakritze. Im Gaumen stoffig und fleischig gleichzeitig, umfassende, noch verlangende Adstringenz dramatisches Finale. 20/20 beginnen

BIER VOR WEIN, IST AUCH SEHR FEIN

Zwei alte Freunde unter sich. Einst arbeiteten sie zusammen in der Direktionsetage von Caves Mövenpick.

Felix Meier ist heute der Direktor der Brauerei Müller. Dieses süffige Bier gibt es auch im Sempacherhof. Prost!



***************************************************************************************************************************************************************************




NA

DANN


PROST!!!

Alles war früher von Gabriel geschrieben wurde, finden Sie im Archiv. Auch mehr als 100 Geschichten aus dem Jahr 2019!